Schäfchen zählen einmal anders

Ein entspannter Nachmittag in Olympos: Schäfchen zählen einmal anders

 

Fast alle Gäste sind auf dem Bootsausflug.

 

Ich hatte am Mittag eine Massage gegeben und mich dann spontan entschieden einmal ganz entspannt auf der Anlage zu bleiben, anstatt ans Meer zu

gehen.

E-Mails schreiben, lesen, die Seele baumeln lassen. Das Wetter ist traumhaft, da macht alles Spaß was man tut, oder lässt ;-) 


Ich schnappte mein Buch und machte mich auf dem „Cakren“ Weg zu meinem Lieblingsplätzchen auf. Hier steht eine Bank und ein Tisch aus groben Holz.  

 

Eine junge Kiefer bietet angenehmen Halbschatten. Heute sind wieder die Schafe zu Gast. Eine ansehnliche Herde darf hier weiden. Eine wunderbare „Win-Win“ Geschichte. Die Schafe bekommen frisches Gras, die Wiese wird „gemäht“.


Kaum hatte ich es mir auf meiner Bank gemütlich gemacht, bewegte sich die Herde von ihrem Weideplatz in meine Richtung. Offensichtlich finden auch die Schafe das Plätzchen am „Manipura“- Solarplexus Cakra- sehr anziehend.

 

Im Nu war ich von mindestens 70 Tieren umgeben. Alle Größen waren dabei. Richtig große Hammel, halbwüchsige

Böckchen, Mutterschafe mit ihren jungen Lämmchen und natürlich auch schwarze Schafe ;-)

 

Eh ich mich`s versah, waren sie hinter, neben, vor, unter meiner Bank und unter dem Tisch. Sie hatten entschieden, dort wiederzukäuen. Ein höchst interessanter Vorgang, besonders so aus der Nähe betrachtet. Sehr ruhig geht es dabei nicht zu. Irgendwie ist ständig Bewegung in der Masse. Einige Male war meine Bank ordentlich am wackeln und schwanken. Das eine oder andere Tier kam neugierig immer näher um mich ausgiebig zu beschnuppern, oder auch mal an meinen Zehen zu schlecken. Zur Krönung sprang, wie aus dem Nichts, ein riesiges Exemplar direkt vor mich auf den Tisch. Dort schwankte es bedenklich hin und her und entschied schließlich, sich niederzulassen.

Quasi vor meiner Nase in Augenhöhe genoss es seinen Verdauungsvorgang, den es mit seltsam anmutenden Kopfbewegungen begleitete.

 

Mein Buch war für mich uninteressant geworden. Die Schafe allerdings zeigten durchaus Interesse daran. Dementsprechend sieht es jetzt aus.  Egal.

 

Diese Stunde war für mich etwas ganz besonders. Wann erlebt man Natur schon mal so - im wahrsten Sinne des Wortes - „Hautnah“.

 

Ich war völlig entspannt und glücklich als ich mir einen Weg durch die Herde bahnte, um mich für meine Yogastunde vorzubereiten.

Olympos ist ein kleines Paradies.